Discussion:
SRC-Kurs - LRC - Selbststudium
(zu alt für eine Antwort)
Sebastian Rohde
2005-04-06 19:36:37 UTC
Hallo,

ich habe die Möglichkeit recht günstig einen SRC/UBI Kurs zu machen. Nun
habe ich gelesen, dass es im Prinzip von den Prüfungsgebühren her (Die
ja recht happig sind) eigentlich ungünstig ist zuerst das SRC und dann
das LRC zu machen. Ist es eventuell möglich sich das (zusatz)LRC wissen
(naja ich mache mir eigentlich um den praktischen Teil sorgen -
Simulator?) nach dem SRC Kurs selber anzueignen?

Wenn ja - Wie könnte so eine Vorbereitung dann aussehen?

Wäre für Tipps echt dankbar...

Gruß
Sebastian
Jörg W. Kremer
2005-04-06 20:14:56 UTC
Post by Sebastian Rohde
ich habe die Möglichkeit recht günstig einen SRC/UBI Kurs zu machen.
[...] Ist es eventuell möglich sich das (zusatz)LRC wissen
(naja ich mache mir eigentlich um den praktischen Teil sorgen -
Simulator?) nach dem SRC Kurs selber anzueignen?
Aus eigener, noch ganz frischer Erfahrung würde ich dir dazu raten, die
gesamte Vorbereitung ohne extra Kurs(gebühren) im Selbststudium zu machen.
Alles was du zum SRC/UBI brauchst:
* den Dreyer - UKW-Betriebsfunkzeugnis (ca. 13 EUR)
* den DSC-Simulator (für den PC) von Bahrl (ca. 40 EUR oder ausleihen)
* die Übungssoftware (SRC/LRC) von Tim Köster www.tim-koester.de (Spende an
die DGzRS).
Post by Sebastian Rohde
Wenn ja - Wie könnte so eine Vorbereitung dann aussehen?
1. Buch durchlesen

2. Die (zum Teil ziemlich idiotischen) behördlich vorgesehenen
Musterantworten (ca. 260) und -übersetzungen (ca. 50) auswendig lernen

3. Etwa eine Stunde mit dem Simulator 'rumspielen (wer ein Handy mit
schlechter Menüführung bedienen kann, ist bestens qualifiziert)

4. Mit dem Trainer von Tim Köster gezielt diejenigen (meist dazu noch
besonders "wichtigen") Fragen üben, deren Antworten man sich am
schlechtesten merken kann (z.B. "Welche Vorschrift regelt die
Funkausrüstungspflicht für Schiffe unter deutscher Flagge? - Die
Schiffssicherheitsverordnung (SchSV)."

... dann die Prüfung bestehen.

Und was für den SRC/UBI funktioniert, sollte beim LRC auch klappen.

55 & 73
Jörg

--
Immer eine Handbreit Wasser unterm Leeschwimmer -
und eine Handbreit Luft unterm Luvrumpf!
Jörg W. Kremer
2005-04-06 20:31:46 UTC
Post by Jörg W. Kremer
* den DSC-Simulator (für den PC) von Bahrl (ca. 40 EUR oder ausleihen)
und für den LRC gibt's/gab's unter http://www.sailor.dk/SP/hc4500.htm einen
Simulator sogar "für Lau"

128
Jörg

--
Immer eine Handbreit Wasser unterm Leeschwimmer -
und eine Handbreit Luft unterm Luvrumpf!
Wolfgang Kommerell
2005-04-06 20:38:52 UTC
Post by Jörg W. Kremer
und für den LRC gibt's/gab's unter http://www.sailor.dk/SP/hc4500.htm einen
Simulator sogar "für Lau"
*lol*

Jetzt warste 5 Minuten schneller als ich :-)

W.
--
La perfection est atteinte non quand il ne reste rien à ajouter,
mais quand il ne reste rien à enlever. (Antoine de Saint-Exupéry)
Wolfgang Kommerell
2005-04-06 20:37:59 UTC
Post by Jörg W. Kremer
Aus eigener, noch ganz frischer Erfahrung
Glückwunsch!
Post by Jörg W. Kremer
würde ich dir dazu raten, die
gesamte Vorbereitung ohne extra Kurs(gebühren) im Selbststudium zu machen.
* den Dreyer - UKW-Betriebsfunkzeugnis (ca. 13 EUR)
* den DSC-Simulator (für den PC) von Bahrl (ca. 40 EUR oder ausleihen)
Ich hab es damals nur nach den (extrem ausführlichen)
Menüfolge-Abbildungen im Dreyer-Buch gelernt, da es für den Mac keine
Simulator-Software gibt. Hat aber auch geklappt - obwohl ich das
Prüfungsgerät in der Prüfung zum ersten Mal gesehen habe.
Post by Jörg W. Kremer
* die Übungssoftware (SRC/LRC) von Tim Köster www.tim-koester.de (Spende an
die DGzRS).
Jawoll, der Herr Köster hat wirklich einige Shouts verdient!
Post by Jörg W. Kremer
Und was für den SRC/UBI funktioniert, sollte beim LRC auch klappen.
... wenn es ordentliches Lehrmaterial gibt. Gibt es? Dann bin ich dabei!

Bislang habe ich aber nur mittelmäßige Skripte und eine immerhin
kostenlose PC-Simulationssoftware für die KW-/GW-Anlage direkt bei
Sailor gefunden. Außerdem gibt's eine uralte Inmarsat-Simulation für ein
Heidengeld. Ich neige deshalb dazu, noch zu warten...

W.
--
La perfection est atteinte non quand il ne reste rien à ajouter,
mais quand il ne reste rien à enlever. (Antoine de Saint-Exupéry)
Thomas Erstfeld
2005-04-06 21:01:58 UTC
Post by Wolfgang Kommerell
Post by Jörg W. Kremer
Aus eigener, noch ganz frischer Erfahrung
Glückwunsch!
Und es hat ihm sogar etwas gebracht.

Ich habe Jörg sofort zum Funkoffizier ernannt, was aber auch daran
liegt, dass er HC und mir als Navigator zu riskant ist. ;-))

Und das 'W.' in seinem Namen steht natürlich für Waypoint. ;-)

Gruß
Thomas
--
____ "Tanzt das Brot, ____
o|o | ~ bis sich alles um euch dreht, |o|o |
_|_ |X ~ damit keiner von euch merkt, X|_|_ |X
_|__| dass das Brot nach Hause geht!" MIST |_|__|
Jörg W. Kremer
2005-04-07 11:09:25 UTC
Post by Thomas Erstfeld
Ich habe Jörg sofort zum Funkoffizier ernannt, was aber auch daran
liegt, dass er HC und mir als Navigator zu riskant ist. ;-))
Und das 'W.' in seinem Namen steht natürlich für Waypoint. ;-)
Ihr seid selber schuld, wenn ihr mein GPGotchie und die handgemachten
Waypoints nicht mögt. Dort wo ich sie bislang verwendet habe, bin ich stets
sicher und immer zielgenau angekommen :-)

Und zum "Funker" ernennt mich Thomas nur, weil er glaubt, dann straffrei den
ganzen Tag an der Funke sitzen zu können, um auf Kanal 69 Kontakt zu
irgendwelchen hübschen Zwillingen zu halten
;-))

Offizielle Grüße
Jörg W.[aypoint] Kremer

--
Immer eine Handbreit Wasser unterm Leeschwimmer -
und eine Handbreit Luft unterm Luvrumpf!
Thomas Erstfeld
2005-04-07 18:56:36 UTC
Post by Jörg W. Kremer
Post by Thomas Erstfeld
Ich habe Jörg sofort zum Funkoffizier ernannt, was aber auch daran
liegt, dass er HC und mir als Navigator zu riskant ist. ;-))
Und das 'W.' in seinem Namen steht natürlich für Waypoint. ;-)
Ihr seid selber schuld, wenn ihr mein GPGotchie und die handgemachten
Waypoints nicht mögt. Dort wo ich sie bislang verwendet habe, bin ich stets
sicher und immer zielgenau angekommen :-)
Also auf deutschen Bundesautobahnen. ;-))
Post by Jörg W. Kremer
Und zum "Funker" ernennt mich Thomas nur, weil er glaubt, dann straffrei den
ganzen Tag an der Funke sitzen zu können, um auf Kanal 69 Kontakt zu
irgendwelchen hübschen Zwillingen zu halten
;-))
Nichts da, dass war eher zum nutzen der Allgemeinheit, damit wir auch
ganz legal unter der Storebelt-Brücke durchfahren können (Anmeldung per
Funk für Boote mit Masthöhen von 15 Meter oder mehr vorgeschrieben).

Gruß
Thomas
--
Die Ostsee ist im April und Oktober für Anfänger nicht geeignet.
(Lieblingszitat eines Segelanfängers aus einem SKS-Lehrbuch auf unserem
Oktobertörn 2002)
Jörg W. Kremer
2005-04-10 21:38:32 UTC
Post by Thomas Erstfeld
[Waypoints] Dort wo ich sie bislang verwendet habe, bin ich stets
sicher und immer zielgenau angekommen :-)
Also auf deutschen Bundesautobahnen. ;-))
Genau - und das bei bis zu Tempo 255 :-))

Außerdem z.B. auch in der Inselwelt des Ionischen Meeres, dort allerdings
bei wesentlich geringeren Geschwindigkeiten :-)

Orientierte Grüße
Jörg

--
Immer eine Handbreit Wasser unterm Leeschwimmer -
und eine Handbreit Luft unterm Luvrumpf!
HC Ahlmann
2005-04-11 00:24:04 UTC
Post by Jörg W. Kremer
Post by Thomas Erstfeld
[Waypoints] Dort wo ich sie bislang verwendet habe, bin ich stets
sicher und immer zielgenau angekommen :-)
Also auf deutschen Bundesautobahnen. ;-))
Genau - und das bei bis zu Tempo 255 :-))
Außerdem z.B. auch in der Inselwelt des Ionischen Meeres, dort allerdings
bei wesentlich geringeren Geschwindigkeiten :-)
Orientierte Grüße
Jörg
Hrmhrm. Um ein paar despektierliche Gedanken komme ich nicht herum:
Leitplanken sind leichter zu erkennen als Untiefen; selbst wenn eine
GPS-Route in dieselbe führt, wird sie nicht eingeschlagen, wenn sie aber
auf jenewelche führt, gibt möglicherweise der Kiel Klopfzeichen. Bei
Tempo 255 wird es außerdem zu einer fahrdynamischen Herausforderung, der
GPS-Susi auf: "Wegpunkt erreicht, neuer Kurs 60° nach Backbord"
hinreichend knackig zu folgen, während bei Tempo 6 ausreichend Zeit
bleibt, altertümlicher Navigation nahestehenden Crewmitgliedern ein
"Hart Steuerbord! Gegenkurs!" entfahren und das Boot unbehelligt
weiterfahren zu lassen.

Ich finde es verblüffend, wie wenig Leute ad hoc ungefähr nach Norden
zeigen können und daraus Angaben für Kurs oder Peilobjekte ableiten
können und stattdessen lieber imaginäre Wegpunktkreuze auf der
Wasserfläche ansteuern und abhaken.

Bin ich blöd, daß mir ein Strich auf Papier lieber und -dank Kompaß-
anschaulicher ist als eine Zahlenkolonne?

Munterbleiben
HC
Thomas Erstfeld
2005-04-11 18:05:46 UTC
Post by HC Ahlmann
Leitplanken sind leichter zu erkennen als Untiefen; selbst wenn eine
GPS-Route in dieselbe führt, wird sie nicht eingeschlagen, wenn sie aber
auf jenewelche führt, gibt möglicherweise der Kiel Klopfzeichen.
Wieso nur Untiefen? Ich erinnere mich da noch an einen schön bewaldeten
Hügel bei der Ansteuerung von Flensburg, über den mich Jörg mit seinem
GPS jagen wollte. Aber es war zumindest der kürzeste Weg nach Sonwik.
;-))
Post by HC Ahlmann
Bin ich blöd,
Dazu sage ich nichts ohne meinen Anwalt. ;-))
Post by HC Ahlmann
daß mir ein Strich auf Papier lieber und -dank Kompaß-
anschaulicher ist als eine Zahlenkolonne?
Geht mit genau so.

Gruß
Thomas
--
Post by HC Ahlmann
Was hat man unter "klassischen Angriffen" zu verstehen?
Seltsam angezogene Fremde rollen ein riesiges Holzpferd vor Deine
Haustür...
(Heiko Schlenker und Ralf Buerckner in de.comp.security.firewall)
Wolfgang Broeker
2005-04-07 08:58:48 UTC
Post by Wolfgang Kommerell
Bislang habe ich aber nur mittelmäßige Skripte und eine immerhin
kostenlose PC-Simulationssoftware für die KW-/GW-Anlage direkt bei
Sailor gefunden. Außerdem gibt's eine uralte Inmarsat-Simulation ...
Ein Problem liegt darin, dass die einzelnen LCR-Prüfungsausschüsse
völlig unterschiedliche Praxisprüfungen durchführen. Während in
Süddeutschland die beiden von Dir genannten Simulatoren überall
zu genügen scheinen, musst Du beim Prüfungsausschuss Hamburg froh
sein, wenn Du mit der Transas-Simulationssoftware (600 Euro plus
Mehrwertsteuer pro dongelgeschützter Lizenz) die Prüfung machen
darfst. Dabei kann es Dir bei der Prüfung passieren, dass diese
Software vollumfänglich abgearbeitet wird und Du auch einen Not-
fall per Inmarsat-A oder -B melden musst oder eine Radiotelex-
verbindung per Kurzwelle herzustellen hast.

Bei den Prüfungen in den Räumen des DSV in Hamburg wirst Du mit
den echten Geräten konfrontiert, und nicht jedem gelingt die Um-
setzung vom Simulator auf das echte Gerät in einer Prüfungssitu-
ation problemlos.

Der in diesem Thread erwähnte Autor eines aktuellen LRC-Lehrbuchs,
der für die DSV-Kreuzerabteilung LRC-Kurse anbietet, selbst LRC-
Prüfer ist und hauptberuflich bei der RegTP Hamburg u.a. Frequenzen
zuteilt, soll dabei insofern eine Rolle spielen, als er sich seiner-
zeit bei Übernahme der Prüfungen durch den DSV eine aufwendige
Simulationsanlage mit Touchscreen-Terminals für viel Geld zugelegt
haben soll. Deren Wert würde sich erheblich relativieren, sollte
sich in Hamburg die Prüfungspraxis den süddeutschen Verhältnissen
nähern (<http://www.bluewater.de/forum2/showtopic.php?threadid=161>
unterer Teil).

Rechtlich vertretbar ist eine so unterschiedliche Praxis bei einer
einer Anwendung von Bundesrecht nach meinem (allerdings wohl völlig
unmaßgeblichem) Rechtsempfinden nicht, auch unabhängig von dem Hin-
tergrund, vor dem diese Entwicklung eingetreten ist.

Zum Jahresende 2005 sollen die Durchführungsrichtlinien für die Funk-
prüfungen überarbeitet werden, aber derzeit steht eher zu befürchten,
dass es nicht zu einer generellen Freigabe von Simulationsprogrammen
für die Prüfungsdurchführung kommt, sondern dass Touchscreens sogar
explizit vorgeschrieben werden, die Maus jedoch verboten bleibt.
Post by Wolfgang Kommerell
... für ein Heidengeld. Ich neige deshalb dazu, noch zu warten...
Wo gibt es die Software (CAPSAT) denn überhaupt noch zu kaufen? Ich
habe vor zwei Jahren mal versucht, die Rechteinhaber daran ausfindig
zu machen. Dabei verwiesen Thrane & Thrane, die als Copyrightinhaber
im Programm genannt sind, auf Sailor, die mir dann ihrerseits mit-
teilten, ich solle mich an ihren deutschen Distributor wenden, wo
ich aber hängenblieb.

Gruß - Wolfgang
--
*** Flaggensignale für den Seemann ***
*** Signal: G über V ***
*** Bedeutung: Versuchen Sie, mir eine Leine zu geben! ***
*** Thu, 07 Apr 2005 09:01 +0200 ***
Wolfgang Kommerell
2005-04-07 19:44:31 UTC
Post by Wolfgang Broeker
Ein Problem liegt darin, dass die einzelnen LCR-Prüfungsausschüsse
völlig unterschiedliche Praxisprüfungen durchführen. Während in
Süddeutschland die beiden von Dir genannten Simulatoren überall
zu genügen scheinen, musst Du beim Prüfungsausschuss Hamburg froh
sein, wenn Du mit der Transas-Simulationssoftware (600 Euro plus
Mehrwertsteuer pro dongelgeschützter Lizenz) die Prüfung machen
darfst.
Autsch.
Post by Wolfgang Broeker
Rechtlich vertretbar ist eine so unterschiedliche Praxis bei einer
einer Anwendung von Bundesrecht nach meinem (allerdings wohl völlig
unmaßgeblichem) Rechtsempfinden nicht, auch unabhängig von dem Hin-
tergrund, vor dem diese Entwicklung eingetreten ist.
Sehe ich auch so.
Post by Wolfgang Broeker
Zum Jahresende 2005 sollen die Durchführungsrichtlinien für die Funk-
prüfungen überarbeitet werden, aber derzeit steht eher zu befürchten,
dass es nicht zu einer generellen Freigabe von Simulationsprogrammen
für die Prüfungsdurchführung kommt, sondern dass Touchscreens sogar
explizit vorgeschrieben werden, die Maus jedoch verboten bleibt.
Hmm. Das heißt, ab 2006 kann man sich dann wohl gar nicht mehr sinnvoll
selbstständig vorbereiten, weil entsprechende Software fehlt?

Oder jemand bringt eben doch mal ein wirklich praxisnahes Lehrbuch raus,
das auch mit der Bedienung der (neuen) Anlagen vertraut macht...
Post by Wolfgang Broeker
Post by Wolfgang Kommerell
... für ein Heidengeld. Ich neige deshalb dazu, noch zu warten...
Oder ist es vor diesem Hintergrund doch sinnvoll, es noch 2005 zu
versuchen?
Post by Wolfgang Broeker
Wo gibt es die Software (CAPSAT) denn überhaupt noch zu kaufen? Ich
habe vor zwei Jahren mal versucht, die Rechteinhaber daran ausfindig
zu machen. Dabei verwiesen Thrane & Thrane, die als Copyrightinhaber
im Programm genannt sind, auf Sailor, die mir dann ihrerseits mit-
teilten, ich solle mich an ihren deutschen Distributor wenden, wo
ich aber hängenblieb.
Weiß ich leider auch nicht. Irgendwie war mir so, als hätte ich die
Software im Katalog von Eckardt und Mess... ääh HanseNautic gesehen -
konnte sie aber in der aktuellen Ausgabe gerade nicht finden.

W.
--
La perfection est atteinte non quand il ne reste rien à ajouter,
mais quand il ne reste rien à enlever. (Antoine de Saint-Exupéry)
Wolfgang Broeker
2005-04-08 18:28:09 UTC
Post by Wolfgang Kommerell
Oder ist es vor diesem Hintergrund doch sinnvoll, es noch 2005 zu
versuchen?
Wenn Du nicht für ein konkretes Vorhaben den LRC brauchst, würde
ich zunächst mal das Erscheinen der seit langem überfälligen (*)
Zwölften Verordnung zur Änderung seerechtlicher Vorschriften
abwarten, die nun hoffentlich in Kürze kommt. Dort soll geregelt
sein, wie es um die Funkzeugnispflicht im Zusammenhang mit welchen
anderen Befähigungsnachweisen und der konkreten Schiffsausstattung
zukünftig stehen wird.

Gruß - Wolfgang


(*) Die Verzögerung ging auf das von dem zuständigen Hamburger
Senator losgetretene Bestreben zurück, die Promillegrenze an
Steuerrad und Pinne deutlich zu senken (ein Populismusprojekt
reinsten Wassers, Stichwort ENA II), ansonsten war die Verord-
nung seit Ende letzten Jahres fertig.
--
*** Flaggensignale für den Seemann ***
*** Signal: G über V ***
*** Bedeutung: Versuchen Sie, mir eine Leine zu geben! ***
*** Fri, 08 Apr 2005 19:56 +0200 ***
Wolfgang Kommerell
2005-04-10 20:34:47 UTC
Post by Wolfgang Broeker
Die Verzögerung ging auf das von dem zuständigen Hamburger
Senator losgetretene Bestreben zurück, die Promillegrenze an
Steuerrad und Pinne deutlich zu senken (ein Populismusprojekt
reinsten Wassers, Stichwort ENA II)
Und was ist draus geworden?

W.
--
La perfection est atteinte non quand il ne reste rien à ajouter,
mais quand il ne reste rien à enlever. (Antoine de Saint-Exupéry)
Wolfgang Broeker
2005-04-11 11:14:34 UTC
Post by Wolfgang Kommerell
Und was ist draus geworden?
Man hat sich wohl auf 0,5 Promille geeinigt.

Gruß - Wolfgang
--
*** Flaggensignale für den Seemann ***
*** Signal: G über V ***
*** Bedeutung: Versuchen Sie, mir eine Leine zu geben! ***
*** Mon, 11 Apr 2005 08:43 +0200 ***
Wolfgang Kommerell
2005-04-11 12:22:08 UTC
Post by Wolfgang Broeker
Post by Wolfgang Kommerell
Und was ist draus geworden?
Man hat sich wohl auf 0,5 Promille geeinigt.
Na, denn prost :-)

W.
--
La perfection est atteinte non quand il ne reste rien à ajouter,
mais quand il ne reste rien à enlever. (Antoine de Saint-Exupéry)
Sebastian Rohde
2005-04-07 20:56:16 UTC
Danke für die ausführliche Antwort!
Post by Wolfgang Broeker
Bei den Prüfungen in den Räumen des DSV in Hamburg wirst Du mit
den echten Geräten konfrontiert, und nicht jedem gelingt die Um-
setzung vom Simulator auf das echte Gerät in einer Prüfungssitu-
ation problemlos.
Hast Du eventuell Informationen darüber wie dies beim PA Rhein-Ruhr
gehandhabt wird?
Post by Wolfgang Broeker
Der in diesem Thread erwähnte Autor eines aktuellen LRC-Lehrbuchs,
der für die DSV-Kreuzerabteilung LRC-Kurse anbietet, selbst LRC-
Prüfer ist und hauptberuflich bei der RegTP Hamburg u.a. Frequenzen
zuteilt, soll dabei insofern eine Rolle spielen, als er sich seiner-
zeit bei Übernahme der Prüfungen durch den DSV eine aufwendige
Simulationsanlage mit Touchscreen-Terminals für viel Geld zugelegt
haben soll. Deren Wert würde sich erheblich relativieren, sollte
sich in Hamburg die Prüfungspraxis den süddeutschen Verhältnissen
nähern (<http://www.bluewater.de/forum2/showtopic.php?threadid=161>
unterer Teil).
Interessanter Forumsbeitrag - Kannst du denn auch etwas über die
Qualität des Lehrbuches sagen? Oder andere Empfehlungen für die
Vorbereitung auf die drei verschiedenen Schein geben?
Post by Wolfgang Broeker
Rechtlich vertretbar ist eine so unterschiedliche Praxis bei einer
einer Anwendung von Bundesrecht nach meinem (allerdings wohl völlig
unmaßgeblichem) Rechtsempfinden nicht, auch unabhängig von dem Hin-
tergrund, vor dem diese Entwicklung eingetreten ist.
Zustimmung!
Post by Wolfgang Broeker
Zum Jahresende 2005 sollen die Durchführungsrichtlinien für die Funk-
prüfungen überarbeitet werden, aber derzeit steht eher zu befürchten,
dass es nicht zu einer generellen Freigabe von Simulationsprogrammen
für die Prüfungsdurchführung kommt, sondern dass Touchscreens sogar
explizit vorgeschrieben werden, die Maus jedoch verboten bleibt.
Hmm, wenn ich mit Maus üben kann denke ich, dass ich den Übergang
zum Touchscreen hinbekommen sollte...
Das Problem ist doch mehr, dass es keine Vernünftige Übungssoftware
güstig oder umsonst gibt, wenn ich das richtig sehe, denn dieser hc4500
simulator reicht ja wohl nicht aus...

Gruß,
Sebastian
Wolfgang Broeker
2005-04-08 18:28:08 UTC
Post by Sebastian Rohde
Hast Du eventuell Informationen darüber wie dies beim PA Rhein-Ruhr
gehandhabt wird?
Leider nicht, das würde mich selbst interessieren. Falls also jemand
selbst den LRC erworben hat oder die LRC-Prüfungsbedingungen kennt,
wäre es nett, das hier zu posten oder mir per Mail zu übermitteln.
Danke im voraus.
Post by Sebastian Rohde
Kannst du denn auch etwas über die Qualität des Lehrbuches sagen?
Oder andere Empfehlungen für die Vorbereitung auf die drei ver-
schiedenen Schein geben?
Ich habe das Lehrbuch vor einiger Zeit einmal durchgeblättert, aber
das genügt nicht für eine Bewertung.

Für eine zusammenhängende Darstellung des SRC-/UBI-Lehrstoffs ein-
schließlich der Hintergründe sollte wohl immer noch der Hannemann
den Standard definieren. Er geht über das reine Prüfungswissen
deutlich hinaus, was ich positiv bewerte, aber dazu gibt es auch
andere Meinungen.

Ich verwende in meinem Unterricht "Die neuen Betriebszeugnisse SRC/
UBI" von Gerd Heidbrink (<http://www.heidbrink-buch.de/>), aber das
ist als Lehrbuch fürs Selberlernen meines Erachtens etwas zu dünn.
Ich setze es halt kursbegleitend ein.

Neben den Büchern von Andreas Braun haben auch Kurzstiel/Kaun ver-
nünftige Skripte herausgebracht. Die beiden Herren waren Funkprofis
beim BSH bzw. der RegTP, sind als Prüfer tätig und bieten ihre spi-
ralgehefteten Werke im Selbstverlag an (04154/7794, pro Schein gibt
es ein Lehrbuch).
Post by Sebastian Rohde
Hmm, wenn ich mit Maus üben kann denke ich, dass ich den Übergang
zum Touchscreen hinbekommen sollte...
Das Problem ist doch mehr, dass es keine Vernünftige Übungssoftware
güstig oder umsonst gibt, wenn ich das richtig sehe, ...
Das Problem liegt in dem gegenüber der süddeutschen Ausbildungs-
und Prüfungspraxis, die ich für völlig ausreichend halte, deutlich
höheren Hard- und Softwareaufwand, wenn es zwangsweise zum Tatsch-
bildschirm kommt, und den bezahlen die Prüflinge indirekt mit.
Post by Sebastian Rohde
... denn dieser hc4500 simulator reicht ja wohl nicht aus...
Meines Erachtens ist er absolut ausreichend, gleiches gilt für
das CapSat-Programm für Inmarsat-C. Radiotelex halte ich für
völlig überholt, vermutlich hat es seit GMDSS-Einführung noch
keinen einzigen Notruf darüber gegeben. Notrufe über Inmarsat
A oder B absetzen zu können, mag sinnvoll sein, allerdings nur
auf Yachten jenseits von 60 oder 70 Fuß, weil auf kleinere
Boote die großen Inmarsat-Schüsseln nicht hinpassen.

Der DSV wird allerdings behaupten müssen, dass der HC4500-Simu-
lator nicht ausreicht, denn anderenfalls käme er in Erklärungs-
nöte, warum er etliche von diesen teuren Geräten vor zweieinhalb
Jahren angeschafft hat, trotz Warnungen seitens der Ausbildungs-
institute.

Gruß - Wolfgang
--
*** Flaggensignale für den Seemann ***
*** Signal: G über V ***
*** Bedeutung: Versuchen Sie, mir eine Leine zu geben! ***
*** Fri, 08 Apr 2005 19:19 +0200 ***
Sebastian Rohde
2005-04-08 21:41:46 UTC
Post by Wolfgang Broeker
Post by Sebastian Rohde
Hast Du eventuell Informationen darüber wie dies beim PA Rhein-Ruhr
gehandhabt wird?
Leider nicht, das würde mich selbst interessieren. Falls also jemand
selbst den LRC erworben hat oder die LRC-Prüfungsbedingungen kennt,
wäre es nett, das hier zu posten oder mir per Mail zu übermitteln.
Danke im voraus.
Ich weiß noch nicht wann ich das schaffe, aber prinzipiell werde ich
mich da wohl mal bald informieren um entscheiden zu können ob ich
eventuell statt nur der SRC/UBI PRüfung direkt die LRC/UBI Prüfung
machen kann... Kann, will aber noch nix versprechen, denn A weiß ich
nicht genau wie da die Auskunftsfreudigkeit beim PA aussieht und B bin
ich momentan auch aus anderen gründen recht beschäftigt... Kann sich
also noch was hinziehen.
Post by Wolfgang Broeker
Post by Sebastian Rohde
Kannst du denn auch etwas über die Qualität des Lehrbuches sagen?
Oder andere Empfehlungen für die Vorbereitung auf die drei ver-
schiedenen Schein geben?
Ich habe das Lehrbuch vor einiger Zeit einmal durchgeblättert, aber
das genügt nicht für eine Bewertung.
Hmm, werde es wohl trotzdem mal bestellen. Es ist ja wohl das einzige
Buch von von 2005/2004 zu diesem Thema und irgendwie habe ich die
Hoffnung, dass das was neuer ist eventuell auch gar nicht so schlecht
ist, da aktuellere Aspekte eingearbeitet sind.
Post by Wolfgang Broeker
Für eine zusammenhängende Darstellung des SRC-/UBI-Lehrstoffs ein-
schließlich der Hintergründe sollte wohl immer noch der Hannemann
den Standard definieren. Er geht über das reine Prüfungswissen
deutlich hinaus, was ich positiv bewerte, aber dazu gibt es auch
andere Meinungen.
Ist er denn auch gut zu lesen? Ganz oft werden die ausführlicheren
Bücher ja eher unübersichtlich...
Post by Wolfgang Broeker
Ich verwende in meinem Unterricht "Die neuen Betriebszeugnisse SRC/
UBI" von Gerd Heidbrink (<http://www.heidbrink-buch.de/>), aber das
ist als Lehrbuch fürs Selberlernen meines Erachtens etwas zu dünn.
Ich setze es halt kursbegleitend ein.
Rein vom kurzen Ansehen auf amazon scheint mir das auch so zu sein.
Ich habe mich allerdings jetzt entschlossen den SRC/UBI Kurs zu machen
und werde mir dann wohl hier auf jeden Fall noch den dreyer holen, der
bei uns verwedendet wird. (Ist allerdings nicht verpflichtend, ich denke
auch noch überSeefunk (LRC und SRC) von Peter Busse, Dietrich Steinicke
nach)
Post by Wolfgang Broeker
Neben den Büchern von Andreas Braun haben auch Kurzstiel/Kaun ver-
nünftige Skripte herausgebracht. Die beiden Herren waren Funkprofis
beim BSH bzw. der RegTP, sind als Prüfer tätig und bieten ihre spi-
ralgehefteten Werke im Selbstverlag an (04154/7794, pro Schein gibt
es ein Lehrbuch).
Gibt es dazu auch eine Webseite?
Post by Wolfgang Broeker
Post by Sebastian Rohde
Hmm, wenn ich mit Maus üben kann denke ich, dass ich den Übergang
zum Touchscreen hinbekommen sollte...
Das Problem ist doch mehr, dass es keine Vernünftige Übungssoftware
güstig oder umsonst gibt, wenn ich das richtig sehe, ...
Das Problem liegt in dem gegenüber der süddeutschen Ausbildungs-
und Prüfungspraxis, die ich für völlig ausreichend halte, deutlich
höheren Hard- und Softwareaufwand, wenn es zwangsweise zum Tatsch-
bildschirm kommt, und den bezahlen die Prüflinge indirekt mit.
Ja, das sehe ich auch so nach Deiner Erklärung....
Post by Wolfgang Broeker
Post by Sebastian Rohde
... denn dieser hc4500 simulator reicht ja wohl nicht aus...
Meines Erachtens ist er absolut ausreichend, gleiches gilt für
das CapSat-Programm für Inmarsat-C. Radiotelex halte ich für
völlig überholt, vermutlich hat es seit GMDSS-Einführung noch
keinen einzigen Notruf darüber gegeben. Notrufe über Inmarsat
A oder B absetzen zu können, mag sinnvoll sein, allerdings nur
auf Yachten jenseits von 60 oder 70 Fuß, weil auf kleinere
Boote die großen Inmarsat-Schüsseln nicht hinpassen.
Hmm, mal abwarten was der PA sagt, wenn ich danach Frage...
Möchte mir nur bevor ich Frage noch paar sachen Durchlesen,
damit ich weiß wovon ich rede ;-)
Post by Wolfgang Broeker
Der DSV wird allerdings behaupten müssen, dass der HC4500-Simu-
lator nicht ausreicht, denn anderenfalls käme er in Erklärungs-
nöte, warum er etliche von diesen teuren Geräten vor zweieinhalb
Jahren angeschafft hat, trotz Warnungen seitens der Ausbildungs-
institute.
Hmm... klingt nach einem Fall von dumm gelaufen...


Gruß und Danke
Sebastian
Wolfgang Kommerell
2005-04-06 20:24:10 UTC
Post by Sebastian Rohde
ich habe die Möglichkeit recht günstig einen SRC/UBI Kurs zu machen. Nun
habe ich gelesen, dass es im Prinzip von den Prüfungsgebühren her (Die
ja recht happig sind) eigentlich ungünstig ist zuerst das SRC und dann
das LRC zu machen. Ist es eventuell möglich sich das (zusatz)LRC wissen
(naja ich mache mir eigentlich um den praktischen Teil sorgen -
Simulator?) nach dem SRC Kurs selber anzueignen?
Wenn ja - Wie könnte so eine Vorbereitung dann aussehen?
Meiner Ansicht nach ist das umgekehrte Vorgehen empfehlenswerter:
SRC/UBI im Selbststudium, LRC mit Kurs.

Der Grund ist, dass fürs SRC gute Lehramterialien zu haben sind, während
es fürs LRC kein wirklich (Prüfungs-) praxisnahes Buch gibt. Falls es
das inzwischen doch gibt, wäre ich sehr daran interessiert - früher oder
später möchte ich nämlich auch mal aufs LRC "aufrüsten", würde dies aber
gern ohne Kurs hinter mich bringen.

Ich habe vor etwa anderthalb Jahren schon Herrn Dreyer (mit dessen
Lehrbuch ich damals das LRC im Selbststudium erworben habe) mit der
Frage angeschrieben, ob er nicht auch ein Pendant zum LRC herausbringen
würde - keine Antwort.

Ich fürchte, dank der 2008 nun doch nicht eintretenden "LRC-Pflicht" für
SSS- und SHS-Inhaber sind die Chancen auf ein gutes Lehrbuch nicht
gerade gestiegen...

Auf alle Fälle würde ich davon abraten, das SRC auf die lange Bank zu
schieben, nur um evtl. "irgendwann" alles in einem Aufwasch zu machen.
Für Otto-Normalsegler ist das Wissen des SRC wichtig und regelmäßig in
der Praxis einsetzbar - der erweiterte LRC-Stoff wird aber wohl nur für
besondere Törns von Belang sein. Außerdem denke ich, dass es sinnvoll
ist, das für das SRC erworbene Wissen einige Zeit später beim Erwerb des
LRC nochmals zu wiederholen - auf dass die wichtigen Dinge wirklich
hängen bleiben.

W.
--
La perfection est atteinte non quand il ne reste rien à ajouter,
mais quand il ne reste rien à enlever. (Antoine de Saint-Exupéry)
Wolfgang Kommerell
2005-04-06 20:26:38 UTC
Post by Sebastian Rohde
ich habe die Möglichkeit recht günstig einen SRC/UBI Kurs zu machen. Nun
habe ich gelesen, dass es im Prinzip von den Prüfungsgebühren her (Die
ja recht happig sind) eigentlich ungünstig ist zuerst das SRC und dann
das LRC zu machen. Ist es eventuell möglich sich das (zusatz)LRC wissen
(naja ich mache mir eigentlich um den praktischen Teil sorgen -
Simulator?) nach dem SRC Kurs selber anzueignen?
Wenn ja - Wie könnte so eine Vorbereitung dann aussehen?
Meiner Ansicht nach ist das umgekehrte Vorgehen empfehlenswerter:
SRC/UBI im Selbststudium, LRC mit Kurs.

Der Grund ist, dass fürs SRC gute Lehrmaterialien zu haben sind, während
es fürs LRC kein wirklich (Prüfungs-) praxisnahes Buch gibt. Falls es
das inzwischen doch gibt, wäre ich sehr daran interessiert - früher oder
später möchte ich nämlich auch mal aufs LRC "aufrüsten", würde dies aber
gern ohne Kurs hinter mich bringen.

Ich habe vor etwa anderthalb Jahren schon Herrn Dreyer (mit dessen
Lehrbuch ich damals das LRC im Selbststudium erworben habe) mit der
Frage angeschrieben, ob er nicht auch ein Pendant zum LRC herausbringen
würde - keine Antwort.

Ich fürchte, dank der 2008 nun doch nicht eintretenden "LRC-Pflicht" für
SSS- und SHS-Inhaber sind die Chancen auf ein gutes Lehrbuch nicht
gerade gestiegen...

Auf alle Fälle würde ich davon abraten, das SRC auf die lange Bank zu
schieben, nur um evtl. "irgendwann" alles in einem Aufwasch zu machen.
Für Otto-Normalsegler ist das Wissen des SRC wichtig und regelmäßig in
der Praxis einsetzbar - der erweiterte LRC-Stoff wird aber wohl nur für
besondere Törns von Belang sein. Außerdem denke ich, dass es sinnvoll
ist, das für das SRC erworbene Wissen einige Zeit später beim Erwerb des
LRC nochmals zu wiederholen - auf dass die wichtigen Dinge wirklich
hängen bleiben.

W.
--
La perfection est atteinte non quand il ne reste rien à ajouter,
mais quand il ne reste rien à enlever. (Antoine de Saint-Exupéry)
Sebastian Rohde
2005-04-06 21:35:32 UTC
Danke für Eure Kommentare!
Post by Wolfgang Kommerell
SRC/UBI im Selbststudium, LRC mit Kurs.
Ist denn die "praktische Erfahrung" aus dem Kurs nicht wichtig?
Post by Wolfgang Kommerell
Der Grund ist, dass fürs SRC gute Lehrmaterialien zu haben sind, während
es fürs LRC kein wirklich (Prüfungs-) praxisnahes Buch gibt. Falls es
das inzwischen doch gibt, wäre ich sehr daran interessiert - früher oder
später möchte ich nämlich auch mal aufs LRC "aufrüsten", würde dies aber
gern ohne Kurs hinter mich bringen.
Was ist denn mit: Seefunk (LRC) von Andreas Braun Dsv-Verlag (2005)
Post by Wolfgang Kommerell
Ich habe vor etwa anderthalb Jahren schon Herrn Dreyer (mit dessen
Lehrbuch ich damals das LRC im Selbststudium erworben habe) mit der
Frage angeschrieben, ob er nicht auch ein Pendant zum LRC herausbringen
würde - keine Antwort.
Ist das SRC Buch denn heute noch aktuell?
Post by Wolfgang Kommerell
Auf alle Fälle würde ich davon abraten, das SRC auf die lange Bank zu
schieben, nur um evtl. "irgendwann" alles in einem Aufwasch zu machen.
Für Otto-Normalsegler ist das Wissen des SRC wichtig und regelmäßig in
der Praxis einsetzbar - der erweiterte LRC-Stoff wird aber wohl nur für
besondere Törns von Belang sein. Außerdem denke ich, dass es sinnvoll
ist, das für das SRC erworbene Wissen einige Zeit später beim Erwerb des
LRC nochmals zu wiederholen - auf dass die wichtigen Dinge wirklich
hängen bleiben.
Hmm, morgen fängt der Kurs an... Werde da wohl noch mal drüber
nachdenken. Tendiere aber momentan dazu hinzugehen, da ich zwar
eigentlich eher autodidakt bin, aber hier irgendwie eine gewisse
Praxiserfahrung an den Geräten (Die ich definitiv noch nicht aus Törns
heraus habe) als enormen Vorteil sehe.

Sebastian

P.S.: Benutze erst seit kurzem den Thunderbird, bin noch nicht sicher
wie das aussieht, was ich jetzt gleich abschicke...
Wolfgang Kommerell
2005-04-06 21:54:18 UTC
Post by Sebastian Rohde
Post by Wolfgang Kommerell
SRC/UBI im Selbststudium, LRC mit Kurs.
Ist denn die "praktische Erfahrung" aus dem Kurs nicht wichtig?
In Ermangelung von Kurserfahrung kann ich das nicht beantworten.
Gefühlsmäßig würde ich aber sagen, dass "echte" Funkerfahrung auf dem
Boot wichtiger ist.

Vor der Prüfung habe ich meine "Praxis" gesammelt, indem ich im
täglichem Leben zu jedem Mist (sagen wir mal: jemand nimmt mir als
Fahrradfahrer die Vorfahrt) im Geiste Funksprüche formuliert und vor
mich hingebetet habe. Machte auch irgendwie Spaß, weil's so absurd war.
Post by Sebastian Rohde
Was ist denn mit: Seefunk (LRC) von Andreas Braun Dsv-Verlag (2005)
Kenne ich leider nicht.
Post by Sebastian Rohde
Post by Wolfgang Kommerell
Ich habe vor etwa anderthalb Jahren schon Herrn Dreyer (mit dessen
Lehrbuch ich damals das LRC im Selbststudium erworben habe) mit der
Frage angeschrieben, ob er nicht auch ein Pendant zum LRC herausbringen
würde - keine Antwort.
Ist das SRC Buch denn heute noch aktuell?
Ich wüsste nicht, was sich an den Rahmenbedingungen geändert haben
sollte. Das SRC gibt's ja erst seit gut zwei Jahren.
Post by Sebastian Rohde
Hmm, morgen fängt der Kurs an... Werde da wohl noch mal drüber
nachdenken.
Wenn der Kurs Dir finanziell nicht weh tut (soll ja nach Deiner Aussage
bezahlbar sein) und Du die Zeit aufbringen kannst, würde ich auch
hingehen - schaden wird er sicher nicht. Bei mir standen ganz klar
finanzielle Erwägungen im Hintergrund, aber ich habe ohne Kurs eben auch
nicht wirklich 'was vermisst.

Die Beherrschung der Prüfungsgeräte (Icom) ist zwar für die Prüfung
wichtig, aber sie lässt sich meines Erachtens wirklich mit ein wenig
"Elektronik-Erfahrung" auch aus dem Dreyer-Buch lernen. Und auf dem Boot
gibt's dann höchstwahrscheinlich ohnehin andere Geräte mit völlig
anderer Menüführung.
Post by Sebastian Rohde
P.S.: Benutze erst seit kurzem den Thunderbird, bin noch nicht sicher
wie das aussieht, was ich jetzt gleich abschicke...
Sieht einwandfrei aus.

W.
--
La perfection est atteinte non quand il ne reste rien à ajouter,
mais quand il ne reste rien à enlever. (Antoine de Saint-Exupéry)
Jörg W. Kremer
2005-04-07 08:23:31 UTC
Hallo Sebastian!
Post by Sebastian Rohde
Ist denn die "praktische Erfahrung" aus dem Kurs nicht wichtig?
Da ich keinen Kurs besucht habe, kann ich natürlich nicht sagen, was der
bringt - jedoch schon, was ich beim Selbststudium am meisten vermisst habe.

Und das war sicher nicht die "Knöpfchendrückerei" an irgendwelchen Geräten!
Selbst in der Prüfung musste ich nur bei den ersten beiden Aufgaben
tatsächlich durch die Menüpunkte des DSC-Kontrollers gehen, danach reichte es,
zu *sagen* was zu fummeln wäre. Vor allem wurde ich explizit darum gebeten,
nur ja nicht die "rote Taste" zu drücken - diese Tüterei (hier passt das
T-Wort wirklich!) den ganzen Tag lang wollte sich mein, im übrigen sehr
freundlicher und kooperativer Prüfer gerne ersparen.
;-)

Auch die Auswendiglernerei des Fragen- und Antwortkatalogs erspart man sich
durch einen Kurs wohl nicht, und ob es mit Kurs wesentlich schneller geht als
mit Tim's Trainingssoftware??

Dagegen habe ich in der Vorbereitung schon jemand vermisst, der bei der
"formalen" Formulierung der Funksprüche hilft und gegebenenfalls korrigiert.
Hier ging es mir weniger um Inhalt und Sprache der Funksprüche
(Einfachstenglisch und einige Fachvokablen lernen reicht dafür) sondern z.B.
darum, wann und wie oft das Rufzeichen oder das Notzeichen wiederholt wird,
wie eine Positionsangabe zu buchstabieren ist, wann man "over" oder "out" oder
"tschüss" sagt etc.

2 hoch 7
Jörg

--
Immer eine Handbreit Wasser unterm Leeschwimmer -
und eine Handbreit Luft unterm Luvrumpf!
Friedrich Ostertag
2005-04-07 18:42:46 UTC
Post by Jörg W. Kremer
Dagegen habe ich in der Vorbereitung schon jemand vermisst, der bei der
"formalen" Formulierung der Funksprüche hilft und gegebenenfalls korrigiert.
Hier ging es mir weniger um Inhalt und Sprache der Funksprüche
(Einfachstenglisch und einige Fachvokablen lernen reicht dafür) sondern z.B.
darum, wann und wie oft das Rufzeichen oder das Notzeichen wiederholt wird,
wie eine Positionsangabe zu buchstabieren ist, wann man "over" oder "out" oder
"tschüss" sagt etc.
Genau so geht es mir im Augenblick auch, nächste Woche ist Prüfung...

Kannst Du da irgendwas empfehlen, um sich das einzuprägen? Gibt es
irgendwo eine brauchbare Zusammenstellung der verbindlichen "Regeln"?
Auch im Dreyer-Buch steht wohl alles irgendwie drin, aber auch wieder
nicht. Bei vielen Beispielfunksprüchen ist nicht klar, ob es in der
Situation z.B. auch OK gewesen wäre, anstelle der MMSI den Namen zu
sagen, statt einmal dreimal usw. Gerade bei den praktischen Aufgaben
gibt es ja oft nicht nur eine richtige Möglichkeit.

Die Theoriefragen kriege ich wohl ziemlich sicher hin, die reine
Gerätebedienung auch.

Wie "streng" sind die Prüfer überhaupt?

Für ein paar Tips wär' ich echt dankbar!

Gruß,
Friedrich
--
für reply bitte die offensichtliche Änderung an der Adresse vornehmen
Wolfgang Broeker
2005-04-07 19:59:23 UTC
Post by Friedrich Ostertag
Bei vielen Beispielfunksprüchen ist nicht klar, ob es in der
Situation z.B. auch OK gewesen wäre, anstelle der MMSI den
Namen zu sagen, ...
Gerade das ist völlig klar: Die MMSI wird dann und nur dann ver-
wandt, wenn sie notwendig ist, weil

a) Deinem Kommunikationspartner bzw. den -partnern Deine MMSI be-
kannt, Schiffsname und Rufzeichen jedoch unbekannt sind, oder

b) Du von Deinem Kommunikationspartner nur die MMSI, nicht aber
Name und Rufzeichen kennst.

Im Fall a) wird *einmal* durch die Dreiergruppe <MMSI, Name, Ruf-
zeichen> die Verbindung der Identifikationsbegriffe hergestellt,
danach hat die MMSI ihre Schuldigkeit getan und wird nicht mehr
benötigt.

Den Fall b) gibt es eigentlich nur bei der Notrufbestätigung
<Received Mayday>, und die Syntax dieser Meldung muss man halt
auswendiglernen.

Ich habe hier ein kompaktes Übersichtsblatt über alle relevanten
Meldungen, das ich selbst im Unterricht einsetze und auch gerne
weitergäbe, allerdings ist meine Neigung zu Mailadressbasteleien
zu gering.

Gruß - Wolfgang
--
*** Flaggensignale für den Seemann ***
*** Signal: G über V ***
*** Bedeutung: Versuchen Sie, mir eine Leine zu geben! ***
*** Thu, 07 Apr 2005 21:20 +0200 ***
Friedrich Ostertag
2005-04-11 19:06:36 UTC
Hi Wolfgang,

vielen Dank für die Tipps.
Post by Wolfgang Broeker
Ich habe hier ein kompaktes Übersichtsblatt über alle relevanten
Meldungen, das ich selbst im Unterricht einsetze und auch gerne
weitergäbe, allerdings ist meine Neigung zu Mailadressbasteleien
zu gering.
Tut mir leid mit der email-Adresse. Aber wenn ich eine angebe, die ich
wegen SPAM-Überflutung nicht lese, nützt es ja auch nix. Ich weiß im
Moment keine bessere Lösung.

Darf ich Dich trotzdem noch was fragen?

Ich kann aus meinen schriftlichen Unterlagen nicht entnehmen, wie man
nun eigentlich Uhrzeit und Datum richtig ausspricht. Zahlen sollen ja
grundsätzlich als einzelne Ziffern gelesen werden. Aber was ist mit der
Angabe "UTC" bzw. "LT".

Meine Lösung:

"one-two-three-zero universal time, February one-three" für 12:30 am 13.
Feb.

Wäre das korrekt?

Gelegentlich habe ich Zeitangaben auch schon sechsstellig gesehen, also
131230 Feb. Würde man das auch so sprechen?

Und wie sieht es auf Deutsch aus (im Binnenfunk)? Würde man da auch
"eins-zwo-drei-null Weltzeit, Februar eins-drei" durchgeben? (Abgesehen
davon, daß man im Binnenfunk die Ortszeit verwendet) Muß man die
Zeitzone da überhaupt angeben?

vielen Dank!

Gruß,
Friedrich
--
für reply bitte die offensichtliche Änderung an der Adresse vornehmen
Wolfgang Broeker
2005-04-12 08:23:30 UTC
Aber was ist mit der Angabe "UTC" bzw. "LT".
UTC wird üblicherweise als "Jutisi", LT als "Local Time" gesprochen.
Gelegentlich habe ich Zeitangaben auch schon sechsstellig gesehen,
also 131230 Feb. Würde man das auch so sprechen?
Diese Angaben sind eigentlich nur im schriftlichen Verkehr üblich,
bei MSI-Meldungen über Navtex (oder Enhanced Group Calls via In-
marsat-C). Vollständig lautet die Angabe 131230 UTC Feb 05, und
wenn Du sie wirklich mal sprechen musst, kannst Du das so machen
wie Du vorschlägst: <Ziffern>"Jutisi""February"<Ziffern>.
Und wie sieht es auf Deutsch aus (im Binnenfunk)? Würde man da
auch "eins-zwo-drei-null Weltzeit, Februar eins-drei" durchgeben?
(Abgesehen davon, daß man im Binnenfunk die Ortszeit verwendet)
Muß man die Zeitzone da überhaupt angeben?
Im Schiffsfunk sind im Gegensatz zum Seefunk Zeitangaben selten,
und wenn sie erforderlich sein sollten, wird die lokale Zeit ver-
wendet und auf eine Zeitzonenangabe verzichtet. Sollte aus irgend-
einem Grund, auch wenn ich mir den im Moment kaum vorstellen kann,
eine Zeitzonenangabe erforderlich sein, so sprichst Du sie halt so
aus, wie auch im täglichen Leben: Uteze, Ämmeh(äss)zätt oder auch
voll ausgesprochen Mitteleuropäische (Sommer-)Zeit. "Weltzeit"
würde nach meinem Sprachgefühl eher verwirrend wirken.

Im GMDSS-Seefunk spielt die Zeitangabe und dabei insbesondere UTC
auch deshalb eine besondere Rolle, weil es die von den DSC-Control-
lern verwendete Zeitzone ist, normalerweise per GPS automatisch
und hochpräzise eingespielt. Und wenn auch im UKW-Bereich zeit-
zonenübergreifende Kommunikation die Ausnahme ist, ist sie im Kurz-
wellenbereich eher die Regel, und dort gilt die gleiche Meldungs-
syntax wie auf UKW.

Gruß - Wolfgang

P.S.: Auch wenn die SRC/LRC-Prüfungen nur praktischen Funkbetrieb
in englischer Sprache vorsehen, sprich an deutschen Küsten
und teilweise auch bei unseren Nachbarn nichts gegen die
Verwendung der deutschen Sprache. Ich habe mir fürs Segeln
ein paar Grundkenntnisse des Niederländischen und Dänischen
angeeignet, aber wenn ich die anzuwenden versuche, kommt in
neun von zehn Fällen eine Antwort in nahezu akzentfreiem
Deutsch zurück, vor der Schleuse wie beim Bäcker :-)
--
*** Flaggensignale für den Seemann ***
*** Signal: G über V ***
*** Bedeutung: Versuchen Sie, mir eine Leine zu geben! ***
*** Tue, 12 Apr 2005 09:30 +0200 ***
Ignatios Souvatzis
2005-04-12 08:52:30 UTC
... Ich habe mir fürs Segeln
ein paar Grundkenntnisse des Niederländischen und Dänischen
angeeignet, aber wenn ich die anzuwenden versuche, kommt in
neun von zehn Fällen eine Antwort in nahezu akzentfreiem
Deutsch zurück, vor der Schleuse wie beim Bäcker :-)
Auf welchem Kanal sind denn die Bäcker anrufbar... 16?

-is
Wolfgang Broeker
2005-04-12 11:32:58 UTC
Post by Ignatios Souvatzis
Auf welchem Kanal sind denn die Bäcker anrufbar... 16?
Auf ihrem jeweiligen Arbeitskanal. Da musst Du mal im Jacht-
funkdienst unter Brötchenfunk nachschauen.

Gruß - Wolfgang
--
*** Flaggensignale für den Seemann ***
*** Signal: G über V ***
*** Bedeutung: Versuchen Sie, mir eine Leine zu geben! ***
*** Tue, 12 Apr 2005 12:01 +0200 ***
Ulrich G. Kliegis
2005-04-12 09:01:24 UTC
On Tue, 12 Apr 2005 10:23:30 +0200, Wolfgang Broeker
Post by Wolfgang Broeker
Aber was ist mit der Angabe "UTC" bzw. "LT".
UTC wird üblicherweise als "Jutisi",
oder auch 'Zulu' (sprich: suhluh, mit ganz weichem 'S').

Kommt wohl aus dem NATO-Jargon.

Gruss,
U.
Wolfgang Broeker
2005-04-12 11:32:58 UTC
Post by Ulrich G. Kliegis
oder auch 'Zulu' (sprich: suhluh, mit ganz weichem 'S').
Kommt wohl aus dem NATO-Jargon.
Richtig, aber diese militärischen Unarten sollte man lediglich ver-
stehen können, aber nicht selbst sprechen.

Gibt es dortselbst nicht auch die Sprechweise mit Hundert bei den
Zeitangaben, also z.B. elevenhundred für 11:00 Uhr?

Gruß - Wolfgang
--
*** Flaggensignale für den Seemann ***
*** Signal: G über V ***
*** Bedeutung: Versuchen Sie, mir eine Leine zu geben! ***
*** Tue, 12 Apr 2005 12:06 +0200 ***
Jörg W. Kremer
2005-04-12 18:12:05 UTC
Post by Wolfgang Broeker
Gibt es dortselbst nicht auch die Sprechweise mit Hundert bei den
Zeitangaben, also z.B. elevenhundred für 11:00 Uhr?
Habe ich - unbeanstandet - in meiner Prüfung so gesprochen. Ich kenne dies
übrigens auch aus dem zivilen Sprachgebrauch bei Amerikanern so.

Neunzehnhundertneunundfünfzig-Uhr-Grüße
Jörg

--
Immer eine Handbreit Wasser unterm Leeschwimmer -
und eine Handbreit Luft unterm Luvrumpf!
Wolfgang Broeker
2005-04-13 06:44:09 UTC
Post by Jörg W. Kremer
Habe ich - unbeanstandet - in meiner Prüfung so gesprochen. Ich kenne
dies übrigens auch aus dem zivilen Sprachgebrauch bei Amerikanern so.
Das Problem bei solchen Dingen ist, dass sie nicht der sicheren
Kommunikation dienen, sondern persönliche Eigenheiten oder auch
Eitelkeiten demonstrieren. Deine Kommunikationspartner auf Nord-
und Ostsee oder im Mittelmeer, also den Hauptrevieren hiesiger
Funkzeugnisinhaber, sind weit überwiegend keine Menschen mit ei-
nem zivilen Sprachgebrauch entsprechend dem der US-Amerikaner.

Gruß - Wolfgang
--
*** Flaggensignale für den Seemann ***
*** Signal: G über V ***
*** Bedeutung: Versuchen Sie, mir eine Leine zu geben! ***
*** Wed, 13 Apr 2005 08:32 +0200 ***
Ulrich G. Kliegis
2005-04-12 19:27:32 UTC
On Tue, 12 Apr 2005 13:32:58 +0200, Wolfgang Broeker
Post by Wolfgang Broeker
Post by Ulrich G. Kliegis
oder auch 'Zulu' (sprich: suhluh, mit ganz weichem 'S').
Kommt wohl aus dem NATO-Jargon.
Richtig, aber diese militärischen Unarten sollte man lediglich ver-
stehen können,
Das meinte ich. Auf vielen Schiffen ist das aber wohl der uebliche
Slang. Und da ist es gut, wenn man zumindest ahnt, was gemeint sein
koennte. Auch manche Kuestenfunker befleissig(t)en sich dieses Idioms.
Post by Wolfgang Broeker
aber nicht selbst sprechen.
Kommt drauf an. Wenn das Gegenueber mit solchem Continental BS wie
JuhTiessieh nix anfangen kann, kann man ja mal vorsichtisch that's
zoo-loo anklingen lassen...
Post by Wolfgang Broeker
Gibt es dortselbst nicht auch die Sprechweise mit Hundert bei den
Zeitangaben, also z.B. elevenhundred für 11:00 Uhr?
Soll auch bei den Feuerwehren als schick gelten, zu sagen, 'um
neunhundertdreissig kam dieser Alarm rein'. Oeffentlicher Dienst eben,
da hat die Stunde noch hundert Sozialminuten.

Mit minutioesem Gruss:
U.
(Neulich war ich bei Deinem Kahn nebenan, im Rueschweg -
Skorpionseglertreffen)
Ignatios Souvatzis
2005-04-13 08:19:01 UTC
Post by Ulrich G. Kliegis
Soll auch bei den Feuerwehren als schick gelten, zu sagen, 'um
neunhundertdreissig kam dieser Alarm rein'. Oeffentlicher Dienst eben,
da hat die Stunde noch hundert Sozialminuten.
Das heisst, ich muss 66% länger arbeiten als andere Leute?

-is
Edgar Warnecke
2005-04-13 09:16:43 UTC
Post by Ignatios Souvatzis
Post by Ulrich G. Kliegis
Soll auch bei den Feuerwehren als schick gelten, zu sagen, 'um
neunhundertdreissig kam dieser Alarm rein'. Oeffentlicher Dienst eben,
da hat die Stunde noch hundert Sozialminuten.
Das heisst, ich muss 66% länger arbeiten als andere Leute?
Wennse sonst schon nix tust?

SCNR

Ed[wargesternauf'mamt]***@r
--
Einfach ist genial
Die FAQ für de.etc.beruf.selbstaendig: www.debs-faq.de
Ignatios Souvatzis
2005-04-13 11:40:09 UTC
Post by Edgar Warnecke
Post by Ignatios Souvatzis
Post by Ulrich G. Kliegis
Soll auch bei den Feuerwehren als schick gelten, zu sagen, 'um
neunhundertdreissig kam dieser Alarm rein'. Oeffentlicher Dienst eben,
da hat die Stunde noch hundert Sozialminuten.
Das heisst, ich muss 66% länger arbeiten als andere Leute?
Wennse sonst schon nix tust?
Ich stelle die Funktion des Netzwerks sicher.
-is
Edgar Warnecke
2005-04-13 14:54:40 UTC
Post by Ignatios Souvatzis
Post by Edgar Warnecke
Post by Ignatios Souvatzis
Post by Ulrich G. Kliegis
Soll auch bei den Feuerwehren als schick gelten, zu sagen, 'um
neunhundertdreissig kam dieser Alarm rein'. Oeffentlicher Dienst eben,
da hat die Stunde noch hundert Sozialminuten.
Das heisst, ich muss 66% länger arbeiten als andere Leute?
Wennse sonst schon nix tust?
Ich stelle die Funktion des Netzwerks sicher.
Auf Deutsch: Wennse Deinen Job im Griff hast, haste nix zu tun?

Was meggerste denn dann? :-))

***@r
--
Einfach ist genial
Die FAQ für de.etc.beruf.selbstaendig: www.debs-faq.de
Ignatios Souvatzis
2005-04-14 08:42:07 UTC
Post by Edgar Warnecke
Post by Ignatios Souvatzis
Ich stelle die Funktion des Netzwerks sicher.
Auf Deutsch: Wennse Deinen Job im Griff hast, haste nix zu tun?
Was meggerste denn dann? :-))
Ich muss hier meckern; das ist eine Komponente des Netzwerktests.

-is
Tobias Crefeld
2005-04-13 11:42:00 UTC
Post by Ignatios Souvatzis
Post by Ulrich G. Kliegis
neunhundertdreissig kam dieser Alarm rein'. Oeffentlicher Dienst eben,
da hat die Stunde noch hundert Sozialminuten.
Das heisst, ich muss 66% länger arbeiten als andere Leute?
Sagen wir, der öffentliche Arbeiter hat 100 min. Zeit für eine Arbeit, für
die andere nur 60 min. zugestanden bekommen.
--
Gruss,
Tobias -nur-noch-zwei-Wochen-a-dabei-
Friedrich Ostertag
2005-04-17 20:30:29 UTC
Post by Wolfgang Broeker
Aber was ist mit der Angabe "UTC" bzw. "LT".
UTC wird üblicherweise als "Jutisi", LT als "Local Time" gesprochen.
Aha! Da lag ich falsch. Dieses Kürzel darf man also ausnahmsweise
einfach buchstabieren.

vielen Dank, die Prüfung wurde inzwischen erfolgreich absolviert :-)

Gruß,
Friedrich
--
für reply bitte die offensichtliche Änderung an der Adresse vornehmen
Wolfgang Kommerell
2005-04-17 21:13:52 UTC
Post by Friedrich Ostertag
vielen Dank, die Prüfung wurde inzwischen erfolgreich absolviert :-)
Glückwunsch! Wie war's denn?

W.
--
Törnplätze frei! 3x2 Wochen auf Ärmelkanal und Nordsee
vom 23.7. bis 3.9. 2005. SKS-Ausbildung und -Prüfung möglich.
Die Törns stehen Studierenden und Nichtstudierenden offen.
Team Seesegeln TFH-Berlin <http://www.team-seesegeln.de/index.php?id=14>
Friedrich Ostertag
2005-04-18 22:36:06 UTC
Post by Wolfgang Kommerell
Post by Friedrich Ostertag
vielen Dank, die Prüfung wurde inzwischen erfolgreich absolviert :-)
Glückwunsch! Wie war's denn?
W.
Ich fand's eigentlich letzlich relativ einfach, wenn man die
Grundaufgaben begriffen hat. Man muß halt auseinander halten können,
wann welche Elemente dazugehören, Anruf, eigene Position, Notzeichen,
Wiederholung des eigenen Namens bei Relay-Meldungen usw. Die
Gerätebedienung selbst ist wirklich simpel, wer ein Handy bedienen kann,
sollte das auch hinbekommen. Es wurden keinerlei "Fallen" o.ä. gestellt,
die Prüfer waren sehr fair, halfen teilweise. Am schlimmsten war die
Nervosität :-) Ich bin solche Prüfungssituationen einfach nicht mehr
gewöhnt.

Theorie ist Fleißarbeit. Wie beim SKS muß man halt lernen, WELCHE der
vielen theoretisch sachlich richtigen Antworten auf bestimmte Fragen
gefragt sind. Beim UBI, das ich eigentlich "nur so mal mitgemacht" habe,
hatte ich da ein paar Lücken aber es hat gerade noch so gereicht.

Gruß,
Friedrich
--
für reply bitte die offensichtliche Änderung an der Adresse vornehmen
Wolfgang Kommerell
2005-04-19 00:44:41 UTC
Post by Friedrich Ostertag
Ich fand's eigentlich letzlich relativ einfach, wenn man die
Grundaufgaben begriffen hat. Man muß halt auseinander halten können,
wann welche Elemente dazugehören, Anruf, eigene Position, Notzeichen,
Wiederholung des eigenen Namens bei Relay-Meldungen usw.
Danke für den Bericht. Hört sich recht vergleichbar an zu meinen
Erinnerungen an die Prüfung.
Post by Friedrich Ostertag
Die
Gerätebedienung selbst ist wirklich simpel, wer ein Handy bedienen kann,
sollte das auch hinbekommen.
Mein Reden. Obwohl es in puncto Menüführung m.E. durchaus einiges zu
verbessern gäbe. Aber das trifft auf mein Handy auch zu ;-)
Post by Friedrich Ostertag
Beim UBI, das ich eigentlich "nur so mal mitgemacht" habe,
hatte ich da ein paar Lücken aber es hat gerade noch so gereicht.
Das hab ich mir damals gespart, weil ich auf absehbare Zeit keine
Verwendung sah. Im Nachhinein dachte ich mir dann auch, dass ich's
vielleicht hätte mitnehmen sollen - trotz zusätzlicher Gebühren.
Vermisst hab ich es allerdings auch noch nicht ...

W.
--
Törnplätze frei! 3x2 Wochen auf Ärmelkanal und Nordsee
vom 23.7. bis 3.9. 2005. SKS-Ausbildung und -Prüfung möglich.
Die Törns stehen Studierenden und Nichtstudierenden offen.
Team Seesegeln TFH-Berlin <http://www.team-seesegeln.de/index.php?id=14>